Franz PFANNL Waffen- und Patronenfabrik, Krems a/d Donau


Franz (Francois) Pfannl war in der Zeit um den 1.Weltkrieg ein Büchsenmacher in Krems an der Donau, der ganz offensichtlich eine Vorliebe für Miniaturisierung hatte. So entwickelte und fertigte er eine ganze Reihe vom Miniaturpistolen, wofür er eigene Miniaturpatronen entwickelte und auch vertrieb.
Seine "Erika" und "Kolibri"-Pistolen sind heute begehrte Sammlerobjekte, genauso wie seine "Kobold" Kleinstmodelle im 2mm Berloque Kaliber.
Bekannt wurde seine "Firma" auch nur während der kreativen Phase zwischen 1912 und 1930, über die Vorgeschichte und das spätere Geschick ist leider sehr wenig bis nichts mehr bekannt

Hinweis:
Leider wird in älterer Literatur immer wieder Georg Grabner in Rehberg als Hersteller der Kolibri-Pistolen genannt. Die Kolibri-Pistolen wurden jedoch alle von Franz Pfannl hergestellt. Man kann das auch am Buchstabenlogo "FP" an den Griffschalen nachverfolgen. Georg Grabner dürfte Pfannl beim Verkauf und Vertrieb seiner Produkte unterstützt haben, und so wird das Missverständnis entstanden sein.
Auch wird immer wieder behauptet. daß die "Erika"-Pistole vor dem 1.Weltkrieg entstanden sei und Pfannls "erstes" Produkt, noch vor der "Kolibri" gewesen sei , sowie daß die Patronenfabrik Hirtenberger an der Entwicklung der Patronen beteiligt gewesen sei. Diese Informationen konnten nach neuesten Erkenntnissen nicht bestätigt werden.
Ein neues Buch von Heinz Placz, der sich mit der Erforschung der Geschichte österreichischer Waffenhersteller beschäftigt,. ist in Vorbereitung und wird in Kürze erscheinen.